Ergebnisse

Die Kernaussagen der Studie 2008

Hannover, 25. August 2008

Hannovers Führungskräfte sind sich einig: Die grüne Stadt an der Leine bietet hohe Lebensqualität, einen attraktiven Wohnungsmarkt und gute Ansiedlungsmöglichkeiten für Unternehmen. Ihr Image ist jedoch zu undefiniert und muss sich künftig noch deutlicher von dem anderer Städte abheben.

Wie bereits 2005 nahmen die drei hannoverschen Agenturen hms69, insignis und w3design in diesem Jahr das Image der Landeshauptstadt genauer unter die Lupe. Im Rahmen der „Hannover Image Studie 2008“ befragten sie etwa 1.300 Führungskräfte aus Stadt und Region zum Standort Hannover.

Die Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Kultur gaben ein eindeutiges Votum ab: In Hannover lasse es sich gut leben, arbeiten und wohnen. Nicht-Hannoveraner sähen die Stadt allerdings eher negativ. Für sie habe Hannover kein klares Profil.

Die Rücklaufquote fiel in diesem Jahr mit 16 Prozent zwar niedriger aus als 2005 (30 Prozent), bleibt aber vergleichsweise auf hohem Niveau. Sie spiegelt das große Interesse der Führungskräfte an der Stadt Hannover und ihrem Image wider.

Zu den entscheidenden Stärken der Stadt gehören ihre gut ausgebaute Infrastruktur und günstige Lebenshaltungskosten. Im Vergleich zur 2005er Befragung schneidet die Leinemetropole in Zukunftsperspektiven und wirtschaftlicher Attraktivität besser ab. Auch in der Außendarstellung hat sie zugelegt. Schwächen liegen in Kultur-, Freizeit- und Gastronomieangeboten.





Hannover ist vor allem als erfolgreicher Messestandort bekannt. Auch Finanzdienstleistung, Automobilwirtschaft und Tourismus gehören zu den Kernbranchen in Stadt und Region. PR, Werbung und Medien werden als Wirtschaftszweige kaum wahrgenommen. Sie sind künftig weiterhin gefordert, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Großes Entwicklungspotenzial räumen die Entscheider der Gesundheitsbranche ein, gefolgt von Finanzdienstleistung und Messe.

Den wirtschaftlichen Reiz Hannovers machen die gut ausgebaute Infrastruktur, das günstige Preisniveau und die bürgernahe Verwaltung aus. Trotz besserer Noten für Verwaltung und Politik in 2008 fordern die Befragten weiterhin den Abbau von bürokratischen Hindernissen und eine transparentere Politik.

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung ist das zentrale Informationsmedium der Führungskräfte. Traditionelle Printmedien rangieren generell vor regionalen Webseiten. Auch Web 2.0-Medien wie Weblogs und Podcasts stellen keine relevanten Informationsquellen dar.

Im Vergleich zu 2005 hat sich die Bewertung des Stadtmarketings verbessert. Dennoch ist das Image weiterhin die Achillesferse der Landeshauptstadt. Die übereinstimmende Botschaft der Entscheider 2005 als auch 2008 lautet: Hannover ist keine „graue Maus“ und muss sich nicht verstecken. Insgesamt braucht die Stadt jedoch noch mehr Profil. Wie genau dies aussehen soll, darüber machen die Entscheider leider keine genauen Angaben.

Die vollständige Studie können Sie hier kostenlos herunterladen.